Konferenz 2012
Programmflyer Konferenz am 16.2.2012
Ablauf
09.00: Begrüßung und Einführung
09.30: Der Abschied von der Arbeit, wie wir sie kannten – vom Bedeutungsgewinn und Substanzverlust der Erwerbsarbeit
PD Dr. Berthold Vogel, Hamburger Institut für Sozialforschung / Sofi Göttingen
Diskussion
10.20: Die Entwicklung der Beschäftigungsstruktur in Hamburg – Anzeichen für eine Spaltung auf dem Hamburger Arbeitsmarkt?
Dr. Tanja Buch, IAB-Nord, Kiel
Diskussion
11.00: Pause
11.30: Soziale Spaltung verhindern – Arbeit gestalten
Fach-Podium mit: Prof. em. Dr. Adelheid Biesecker; Tatjana Fuchs; Adrienne Goehler; Prof. em. Dr. Friedhelm Hengsbach.
Moderation: Burkhard Plemper
13.00: Mittagspause in der Mensa der HAW
14.00 Parallele Diskussionsrunden
1. Arbeit für Erwerbslose
Impulse: Natalie Grimm, Hamburger Institut für Sozialforschung; Dr. Jörg Sommer, Uni Bremen
Moderation: Wolfgang Völker, Diakonisches Werk, Hamburg
Der Umbau öffentlich geförderter Beschäftigung ist in jüngster Zeit verstärkt in der politischen Diskussion. In dieser Runde stehen die Sicht von Erwerbslosen auf öffentlich geförderte Arbeit und Überlegungen zu einer Ausgestaltung, die soziale Spaltungen verringert, im Zentrum.
2. Arbeit prekär: Medien in Hamburg
Input: Annette Hillebrand, Direktorin der Akademie für Publizistik, Hamburg
Moderation: Dr. Regine Klose-Wolf, Hamburger Institut für Sozialforschung
Wie arbeitet es sich als Journalist/-in in der Medienstadt Hamburg? Kreativ und vielfältig – ganz bestimmt. Aber auch anständig bezahlt und mit vernünftigen Verträgen? Wie entwickeln sich die Beschäftigungsstrukturen in den Medien, bei Radio, Fernsehen und Print?
3. Wer sorgt wie für wen in Hamburg?
Impuls: Iris Nowak, TU Hamburg-Harburg
Moderation: Prof. Dr. Sabine Stövesand, HAW, Hamburg
Sorge für andere Menschen ist ein bedeutender Arbeitsmarkt. In Pflegeheimen und –diensten, Kitas, Familien und ehrenamtlichen Strukturen sind die Arbeitsbedingungen oft prekär. Können die Menschen, die Sorgearbeit leisten, mit anderen die nötigen Änderungen bewirken? Welche Unterstützung bräuchte es dafür?
4. Alter Hut oder Phönix aus der Asche?
Tarifverträge als Gestaltungsinstrument von Arbeit
Impuls: Martin Dieckmann, ver.di Hamburg
Moderation: Frank Düchting, Evangelische Akademie, Hamburg
Der klassische Tarifvertrag existiert kaum noch. Leiharbeit und Sicherheitsgewerbe zeigen aber auch, dass der Tarifvertrag nicht unbedingt ein Schutz vor Armutslöhnen und schlechten Arbeitsbedingungen ist. Was kann die tarifvertragliche Gestaltung für sozial gerechte und gute Arbeitsverhältnisse noch leisten?
5. Gesund arbeiten
Impuls: Dr. Christine Busch, Uni Hamburg
Moderation: Waldemar Süß, AG Gesundheitsförderung UKE
Die „mitgebrachte“ Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie „gesund arbeiten“ im Erwerbsverlauf sind zentrale Voraussetzungen für die Arbeitszufriedenheit, den beruflichen Erfolg und für das lebenslange Lernen. Gesund arbeiten – was ist dafür nötig?
6. Wie prekär ist arbeiten im Einzelhandel?
Impuls: Arno Peukers, ver.di Hamburg
Moderation: Heike Riemann, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Nordelbien
Keine andere Branche prägt Hamburg wie der Handel. Im Einzelhandel arbeiten rund 64.000 Beschäftigte, überwiegend Frauen. Während Unternehmen hier Spitzenreiter im Umsatzplus sind, heißt es für die Beschäftigten immer häufiger „arm trotz Arbeit“. Warum und was muss sich ändern?
15.30 Pause
15.45: Arbeiten in Hamburg – Wie kann Spaltung verhindert werden?
Podiumsdiskussion mit: Senator Detlef Scheele; Wolfgang Rose, ver.di Hamburg; Michael Thomas Fröhlich, Unternehmerverband Nord; Dr. Thomas Mirbach, Lawaetz-Stiftung; Peter Bakker, Vorstand BAG Arbeit, Hamburg
Moderation: Burkhard Plemper
17.00: Ende der Tagung
Kostenbeitrag: € 15 / erm. € 5. Der Beitrag wird mit der Anmeldebestätigung erbeten. Verbindliche Anmeldung bis zum 7.2.2012 per Mail an: Evangelische Akademie der Nordelbischen Kirche. info@akademie-nek.de unter040/306201452
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Soziales Hamburg
Eingeladen sind alle am Thema interessierte Menschen, v.a. aus Stadtteilinitiativen, Beschäftigungsträgern, Arbeitsprojekten, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Hochschulen, Politik und Verwaltung.
